GIAs KULTURMIX 777

Meine Konzepte und Projekte und allerlei Kulturtipps und unterhaltsame Links

Projekt ROVIDA

Umzug und Erweiterung dieser Projektbeschreibung auf http://rovidanawaro.wordpress.com

Kunst & Design aus Pflanzenfasern Rovida – Nawaro

Die Rovida-Teilprojekte

Vor einigen Jahren entdeckte ich, dass das künstlerische Gestalten von Oberflächen und Objekten mit Naturfasern bzw. mit Partikeln von Pflanzenfasern förmlich brach liegt. Es ergeben sich schier unerschöpfliche Möglichkeiten.

NAWARO ist die heute häufig gebrauchte Kurzform für den Terminus nachwachsende Rohstoffe, die eher im Zusammenhang mit industrieller Nutzung verwendet wird, aber ab und zu gebrauche ich diese Abkürzung auch.

Inzwischen habe ich ein Patent auf diesem Sektor inne und suche zur Zeit nach Verwertungsmöglichkeiten.

http://patentamt.at/Home/Erfindungsschutz/Publikationen/PB2009009IIA.pdf

PB2009009IIA siehe Seite 1478!

ad Wellnessbälle: Erfinder ist mein Sohn Peter Michael Simetzberger (Pete Simetzberger). Er hatte die Idee und entwickelte die Grundlagen zum Herstellungsverfahren.

Denn was daraus geschaffen werden kann, übersteigt bei weitem meine Möglichkeiten als Künstlerin.

Ich begann ab 2006 Bezugsquellen und Zerkleinerungsmöglichkeiten für Pflanzenfasern zu recherchieren, fertigte Materialproben und Modelle an.

In Form von Collagen, die ich künstlerisch mit Acryl gestaltete, testete ich die Kombinationsfähigkeit unterschiedlicher Kleber und anderer Bindemittel, Schutzlacke, Farben und weiterer Malmedien, strukturgebender Mittel, Materialmischungen, Trockenvorgänge, die Verwendung in Form von Beschichtungen, die sich angenehm anfühlen, experimentierte mit rauen Hanf- und Grasfaserobjekten, die ungemein robust (mit Schleifen zu bearbeiten) sind, entwickelte federleichte Modelle aus Strohfasern ohne irgendwelche Stützhilfsmittel (meine erfolgreiche „Mission Impossible“…), schließlich startete ich ausgiebige Tests auf Haltbarkeit im Haus und im Freien.

Die sich hieraus ergebenden Erfahrungen bestätigen, dass meine Ideen bestens realisierbar sind und zu eindrucksvollen, durchaus herzeigbaren Ergebnissen führen.



Die Palette der erprobten Anwendungsmöglichkeiten reicht von

  • ausgefallenem Verpackungsdesign über
  • Gegenstände für den Wellnessbereich bis zu
  • künstlerischer Wanddekoration und
  • stehenden Objekten in unterschiedlichster Form und weiteren beliebigen kreativen gegenständlichen Varianten (vorzugsweise auf der Basis von Grasfasern und Strohpartikeln).

Hier und auf einer erweiterten Galerie folgen nun nach und nach Bildbeispiele:

Dank der freundlichen Unterstützung von Joanneum Research (Ökopark Hartberg) und dem Innovationsbüro „Natan“ in Auersbach im Vulkanland hatte ich Zugang zu speziellen Materialien und Möglichkeiten der Zerkleinerung, durfte nach Herzenslust experimentieren.

Ein Workshop mit Jugendlichen der Werkstätte Gnas bestätigte mir, wie viel kreatives Potenzial in diesen Erfindungen liegt.

Viele Ergebnisse habe ich bereits im Rahmen von Kunstausstellungen in der Öffentlichkeit präsentiert:

  • „Kunst aus nachwachsenden Rohstoffen“ im Malerwinkl, Hatzendorf, Steiermark.
  • Meine Rohstoff-Collagen als „Fröhliche Rohstoffe“ in Fürstenfeld, Steiermark, im Gasthof Fröhlich,
  • als „Nawaro Art“ am Tag der offenen Tür in der Landwirtschaftlichen Fachschule in Güssing 2007,
  • in den ganz frühen Anfängen 2002 in Form von bunten Figuren in der Ausstellung „frauen.kunst.raum“ in der Burgenländischen Landesregierung in Eisenstadt,
  • und natürlich waren auch immer Bilder und Objekte dieser Art bei den Tagen der offenen Ateliertüren zu sehen – und bei den Gailtal Art Symposien in Kärnten.


Es wäre zu wünschen, dass unsere heimischen natürlichen Rohstoffe wie z.B. Strohfasern, Kukuruzpflanzenteile, Hanffasern, Grasfasern, Schilfstückchen, Sägespänen, Kräutern, Tannennadeln, Rinde und vieles mehr nicht nur zur Energiegewinnung und Kompostierung verwendet werden, sondern in ihrer Vielfalt und Schönheit auch im künstlerischen und kunsthandwerklichen Bereich auf innovative Weise genutzt werden.

Wobei ich zugeben muss, ich bevorzuge Strohteilchen wegen ihres Glanzes und ihrer guten Formgebung für Oberflächen, Reliefs…

Die ruppigen Grasfasern wiederum geben eine eigenartige Struktur, die an Loden bzw. an Filz erinnert – das Formen erinnert ans Töpfern und ist sehr mühsam. Allerdings wird im Gegensatz zur Keramik natürlich nur Wärme für den Trockenvorgang benötigt.

Ich würde gern ein innovatives Team um mich scharen, dem ich mein Know-How weitergeben möchte.

Auch hege ich die Absicht, sobald es Möglichkeiten des Aufbaus gibt, neue Entwürfe zu schaffen, sowohl in Form von kleinen Modellen als auch in Form von Skizzen und in 3D.


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