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Politik – Burgenland

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Ödenburg – das verlorene Herz des Burgenlandes

Dezember 17, 2011 von Detlef Nolde

Wenn über die Vertreibung unseres Volkes aus seinen Ostgebieten und dem Sudetenland geredet wird, darf nicht vergessen werden, daß auch das Deutschtum der Slowakei und Ungarns seiner Heimat verlustig gegangen ist, wobei es hier vor allem um die deutsche Siedlung um Ödenburg (von den Ungarn in “Sopron” umbenannt) gehen soll, die zum geschlossenen deutschen Volksboden Mitteleuropas und damit zu Deutschland gehört.

Dazu fand ich im Weltnetz einen interessanten Beitrag:

Das Verbrechen von Ödenburg

(…) In Ödenburg hatte die zahlenmäßig starke deutsche Bevölkerung auch nach 1938 keine deutsche Schule und keinen deutschen Gottesdienst. Der Magyarisierungsdruck hielt unvermindert an.  (…)

So war Ödenburg auch während der Zeit des Dritten Reiches der neuralgische Punkt in den  deutsch-ungarischen  Beziehungen. (…) Nach der Kapitulation der deutschen Wehrmacht am 8. Mai 1945 verstärkten sich die schon unter Horthy im  Schoße der ungarischen Regierung erörterten Bestrebungen zur Vertreibung der Deutschen. Noch heute wird ungarischerseits verschiedentlich versucht die Vertreibung als Werk der Russen, eventuell auf Grund einer Initiative der ungarischen Kommunisten darzu­stellen. Welche waren aber die Parteien in der ungarischen Regierung, die für das Verbrechen der Vertreibung verantwortlich waren ? Im Dezember 1944 bildete sich in Szeged die „Ungarische nationale Unabhängigkeits­front“ ; sie bestand zu gleichen Teilen aus den Vertretern der Kleinen Landwirte, Kommunisten, Sozial­demokraten, der Nationalen Bauernpartei und den Ge­werkschaften. Von dieser Front wurde die Regierung des Generals Bela Miklos-Dalnoki ernannt, die am 31. Dezember 1944 dem Deutschen Reich den Krieg erklärte. Daß die Deutschenvertreibung keineswegs eine Klassenkampfmaßnahme der ungarischen Kommunisten war, sondern als eine chauvinistische Aktion zur Vernichtung der gesamten deutschen Minder­heit geplant war, und zwar ohne Unterschied ihrer parteipolitischen Einstellung oder Klassenzugehörigkeit, geht nicht nur aus den bereits zitierten und zahlreichen anderen offi­ziellen und offiziösen Erklärungen maßgebender ungarischer Politiker hervor, sondern ergibt sich un­widerlegbar aus den Texten der einschlägigen Gesetze bzw. Verordnungen. (…)

Die ungarische Regierung richtete am 16. Mai 1945 an Marschall Woroschilow die Forderung nach Vertreibung der­jenigen Deutschen, die 1941 bei der Volks­zählung sich zur deutschen Nationalität bekannten. Es waren mehrheitlich durchaus nichtkommuni­stische Parteien und Regierungen, die die Vertreibung verlangten und durchführten. Zunächst wurden Zehntausende Deutsche in Internierungslager gepfercht. (…)

Im Frühjahr 1946 begann die Massenvertreibung. (…) Daß die Vertreibung einen ausschließ­lich chauvinistischen Charakter hatte, geht auch aus der geographischen Lenkung hervor. Zunächst wurde der deutsche Siedlungsring um Budapest herum erfaßt, gleich darauf die deutsche Bevölkerung in den Komitaten Ödenburg und Wieselburg bzw. Eisenburg. Dann erst die Deutschen in den Streusiedlungen die zum Teil nur wenig betroffen war. Der Abtransport der Vetriebenen wurde in Eisenbahn­zügen durchgeführt, die laut Verordnung je Zug aus 40 Waggons mit maximal 30 Personen je Waggon be­stehen sollten. Das ergibt also 1200 Personen je Zug. Die Deutschen des Ödenburger Landes wurden laut Schuschteritsch in zwölf Zügen vom 22. April bis 16. Mai 1946 nach Deutschland (Baden-Württemberg) deportiert. (…)

Die Vertreibung im übrigen Ungarn lief noch bis Ende 1946 weiter. Zu diesem Zeitpunkt verweigerten die Amerikaner endgültig die Übernahme weiterer Deportationen in ihrer Zone. (…) Darauf­hin verlangte die ungarische Regierung von den Russen unter Hinweis auf die Weigerung der Amerikaner, die Übernahme der weiteren Transporte in die sowjetische Besatzungszone Deutschlands. Auch dies ist ein Beweis dafür, daß die ungarische Regierung nicht von den Russen gezwungen wurde, die Deutschen zu vertreiben, sondern die Initiative zu jedem Zeitpunkt bei den Ungarn lag. Doch erst im August 1947 begann dann die zweite Vertreibungswelle in die Sowjetzone. Zu diesem Zeitpunkt war der Einfluß der KP in der Re­gierung bereits wesentlich erstarkt. Die Vertreibung trug nicht mehr allein den Charakter einer chauvinistischen Maßnahme, sondern war auch ein Mittel der kommu­nistischen Enteignungspolitik geworden. Jetzt wur­den auch, und vor allem in großem Umfang, wohl­habende Bauern, die bisher als Mitglieder der  „Treuebewegung“ verschont waren, erfaßt und deportiert. Auch die Durchführung war brutal und mit den Zuständen bei der Vertreibung der Deutschen durch die Tschechen, Polen, Russen und Jugoslawen vergleichbar. (…)

In Westungarn wurde am radikalsten die bodenständige deutsche Bevölkerung vertrieben. Nur ein Zehntel der ursprünglich dort siedeln­den Deutschen entging der Vertreibung. Und die Burgenländer Österreichs entgingen den ungarischen Vertreibungsabsichten nur deshalb, weil ihre Heimat 1921 heim zu Österreich kam.

Quelle u. vollständiger Beitrag: http://heimatrecht.wordpress.com/2011/12/16/oedenburg/

Dazu fand ich dort einen passenden, nur zu notwendigen Kommentar:

Am 3. Oktober 2010 kam es in Oberwart zu einer provokanten Kundgebung von 40 paramilitärisch uniformierten ungarischen Figuren, vermutlich Mitglieder der ungarischen “Jobbik”. Der Aufmarsch der ungarischen Rechten galt dem Gedenken an die Ausrufung der sogenannten “Republik Leitha-Banat”.

Der geschichtliche Hintergrund: Ungarische Freischärler, die das Burgenland überfielen, besetzt hielten und die deutsche Bevölkerung terrorisierten, riefen am 4. Oktober 1921 diesen kurzlebigen “Staat” aus. Weil Oberwart damals tatsächlich eine ungarische Sprachmehrheit hatte, wenn man die Volkszählung 1910 zugrunde legt. Die Betonung liegt dabei auf “Sprachmehrheit”, denn die ungarisch-Sprechenden dürften in ihrer Mehrheit die Zigeuner Oberwarts gewesen sein, die nun zur Begründung für ungarische Gebietsforderungen im fast vollständig deutsch besiedelten Burgenland herhalten mußten.

Es wird bei uns viel von Zusammenarbeit von Nationalisten und Patrioten über Grenzen hinweg geredet und gefordert, um die Bedrohungen der europäischen Völker durch die Masseneinwanderungsinvasion aus Asien und Afrika gemeinsam abzuwehren.

Im Schatten dieser Bemühungen hat man es mit allerlei Vorkommnissen zu tun, die diese Bemühungen stören. So zum Beispiel die ungebrochen aggressive Raubsicherungspolitik der slawischen Vertreiberstaaten gegen die deutschen Heimatvertriebenen und dem ostdeutschen Volksboden, die auch von den “Kameraden” in diesen Völkern mitgetragen wird und die Tatsache, daß es auch eine ganz massive Einwanderungswelle aus Osteuropa gibt – die dem Islam von Anzahl her noch weit übertrifft – ,die der Erhaltung der Identität und des Heimatrechtes unseres deutschen Volkes entgegensteht.

Und dann gibt es eben auch noch Provokationen wie die in Oberwart, die auf dem Boden nach wie vor bestehender ungarischer Gebietsforderungen gründen, die sich übrigens fast nur gegen seit jeher nicht-ungarisch besiedelten Boden richten. Das sieht jeder sofort, der mal die Karten von “Groß-Ungarn” betrachtet, die in Publikationen von Jobbik und ähnlichen Organisationen so häufig zu sehen sind.

Und was ist denn nun eigentlich ein Nationalist? Entweder er bekennt sich zum Grundsatz des Selbstbestimmungsrechtes der Völker, oder er ist eben kein Nationalist sondern ein Imperialist, Chauvinist oder wie immer man das nun nennen mag. Was die Ungarn vom Prinzip des Selbstbestimmungsrechtes der Völker halten, dazu enthält der obige Artikel ja ausreichende Informationen.

Nun haben wir in Österreich ja die FPÖ, die selbsternannte “Heimatpartei”. Die sollte den Ungarn klarmachen, daß im Sinne von Zusammenarbeit und Freundschaft solche Provokationen unerwünscht sind, weil sie speziell die Burgenländer vor dem Kopf stoßen. Aber in den Presseaussendungen der FPÖ zu jener Zeit wird der Vorfall schlicht ignoriert, auch in den Presseaussendungen der burgenländischen FPÖ.

Man findet in der Landes-FPÖ übrigens auch rein gar nichts, was auf ein Gedenken zum neunzigsten Jahrestages des Ödenburger Abstimmungsbetruges hinweist, der dem Burgenland ja damals immerhin seine größte Stadt kostete. So steht diese “Heimatpartei” also nun zu unserem eigenen Volk und zu unserer Geschichte. Und das ist nicht das einzige Negativ-Beispiel.

Wenn man sich über diesen Vorfall informieren will sieht man sich vor die Tatsache gestellt, das fast nur linke Seiten darüber schreiben. Das tun die natürlich nicht im Interesse der geschichtlichen Wahrheit und Gerechtigkeit, sondern nur um “gegen Rechts” zu hetzen.

Aber so erfährt man dann auch, daß die Kundgebung in Oberwart von der in Wien lebenden ungarischen Anwältin Dr. Eva Maria Barki angemeldet wurde. Barki hat schon mal auf einer Veranstaltung der Sudetendeutschen Landsmannschaft Österreichs ein Referat gehalten in dem sie sich bitter über Trianon und das so traurige Schicksal der Ungarn beklagte und versuchte, zwischen Sudetendeutschen und Ungarn geschichtliche Parallelen herzustellen (Ödenburg sowie die Vertreibung der Deutschen aus Ungarn wurden nicht erwähnt).

Und eine andere Fassette der Überzeugung der Dr. Barki erkennt man nun eben in der Anmeldung dieser anti-österreichischen Kundgebung in Oberwart.

Infos:

www.oedenburgerland.de/

http://diepresse.com/home/politik/zeitgeschichte/709886/Die-Farce-um-OedenburgSopron

Themenverwandte Blogbeiträge:

http://detlefnolde.wordpress.com/2009/02/28/deutsche-deutschland/

http://detlefnolde.wordpress.com/2010/01/19/vertreibung-der-deutschen-ein-linkes-tabu/

http://detlefnolde.wordpress.com/2008/04/25/heimat-boehmen-maehren/

Lesetipp:

–> Ödenburg, das verlorene Herz des Burgenlandes